Versicherungen - Die Altersvorsorge
Seit die Renten nicht mehr sicher sind, ist das Thema Altervorsorge wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Doch wie sollen wir vorsorgen, um im Alter in Würde leben zu können? Das Angebot an Versicherungsprodukten ist ebenso vielfältig wie unübersichtlich. Wichtig ist, dass man sich neben der privaten Vorsorge auch die staatliche Förderung zunutze macht. Im Prinzip gibt es zwei Modelle zur Deckung der Rentenlücke, die vom Staat bezuschusst werden.
Die sog. Riesterrente geht auf den sozialdemokratischen Bundesminister Walter Riester zurück, der durch staatliche Zulagen für angestellte Arbeitnehmer einen Anreiz geschaffen hat, privat vorzusorgen. Jeder Versicherte erhält eine Zulage in einer Minimumhöhe von 114 pro Jahr und für jedes Kind einen Extra-Zuschlag. Im Wesentlichen gibt es drei Produkte, die für die zusätzliche Absicherung geeignet sind. Dies sind Riester-Fondssparpläne, Riester-Banksparpläne oder Riester-Versicherungen. Für welches Produkt man sich letzten Endes entscheidet und wie hoch die spätere Zusatzrente ausfällt, hängt vom Alter und der Risikobereitschaft des Einzelnen ab. Für alle drei Arten gilt aber, dass das was eingezahlt wurde, in jedem Fall gedeckt ist plus einer Verzinsung und staatlicher Zulagen. Zudem sind die privaten Einlagen auch vererbbar.
Anders verhält es sich bei der Rürup-Rente, die von dem Ökonomen Bert Rürup entwickelt wurde. Sie ist für Selbständige gedacht. Diese Rentenform ist nicht umlagefinanziert, wie die klassische Rente, sondern kapitalgedeckt. Der Staat schafft hier einen Anreiz, in dem er diese Rentenform jährlich steuerlich begünstigt. Ein Nachteil dieser Altersvorsorge ist allerdings, dass im Todesfall die einbezahlten Beiträge der Versichertengemeinschaft zugute kommen und nicht den Erben. Um seine Beiträge für die Familie zu sichern, empfiehlt sich der zusätzliche Abschluss von Hinterbliebenenrenten, Risikoversicherungen oder Berufsunfähigkeitsrenten.
Gegenüber Riester und Rürup hat die klassische private Lebensversicherung den Nachteil, dass sie im Falle vom Bezug von Arbeitslosengeld II in den Fokus des Staates gerät und insofern nicht sicher ist. Allerdings bekommt man unter Umständen am Ende mehr dabei heraus. Eine festgelegte Grundverzinsung und die Überschussbeteiligung am Versicherungsunternehmen sind hier die entscheidenden Faktoren für das spätere Auskommen. Und noch ein Vorteil liegt klar auf der Hand: das Kapitalwahlrecht bei Rentenbeginn. Während man sich bei privaten Lebensversicherungen das erwirtschaftete Kapital ausbezahlen lassen kann, sind es bei der Riesterrente maximal nur 30%. Der Rest bleibt eine lebenslange monatliche Rente.
Alternativ zu den Lebensversicherungen bieten sich auch Bank- oder Fondsparpläne an. Entscheidend ist auch hier die Wahl des richtigen Produktes, um am Ende die größtmögliche Rendite haben. Auch hier gilt, dass diese Anlageformen im Falle von Hartz IV vor dem Zugriff des Staates nicht sicher ist.
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